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Ergebnisse
Alleinerziehende und Armutsprävention

Arbeitsmarktintegration PLUS: Vernetzung von Hilfen

Kommunale Strategien zur Förderung von Alleinerziehenden - Bilanz und Perspektiven aus einem praxisorientierten Forschungsprojekt in Nürnberg


Bundesweit leben etwa 25% der Alleinerziehenden unter prekären Lebensumständen und auch in Nürnberg bezogen im Oktober 2005 von 13'607 Alleinerziehenden 3'898 Arbeitslosengeld II – Tendenz steigend.
Vor diesem Hintergrund führte das Bündnis für Familie der Stadt Nürnberg 2003, in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Jugendinstitut, finanziert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, das Forschungsprojekt „Entwicklung kommunaler Strategien zur Armutspräventation bei Alleinerziehenden“ durch.

Dabei ist einerseits der regionale Bezug zu Nürnberg hervorzuheben. Andererseits wurde auch großer Wert auf eine Übertragbarkeit der Ergebnisse und Empfehlungen auf andere Kommunen gelegt.

Nach der Vorstellung von Grundlagen werden auch ausführlich auf Praxisbeispiele zur Vereinbarkeit von Elternschaft und Ausbildung durch Teilzeitmodelle eingegangen und Checklisten zur Verankerung und Umsetzung kommunaler Handlungskonzepte zur Förderung der Teilhabe von Alleinerziehenden vorgestellt.

Zum Inhalt
Neben der Befragung von 293 Alleinerziehenden Sozialhilfeempfängern wurden auch Lösungsvorschläge zur Verbesserung der Situation von 60 Akteuren aus dem Bereich der sozialen Infrastrukturen ( Sozial- und Arbeitsamt, kommunale Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Noris Arbeit NOA, Beratungsstellen, Frauenhäuser, Bildungsträger, Schul- und Wohnungsverwaltung) erfasst. Überdies wurden die Erfahrungen Alleinerziehender mit den Institutionen im Hilfesystem aufgezeichnet.

An Ergebnissen kann festgehalten werden, dass der Anteil der Migrantinnen zwar steigend ist, jedoch Alleinerziehende in allen sozialen Schichten vertreten sind.
Auch wenn diese Familienform langsam anerkannt wird, sind weiterhin viele Hürden zu überwinden.

Beispielhaft ist hier die problematische Wohnungssuche und die fehlende Hilfestellung der Institutionen zu nennen. So wurde bis zum Inkrafttreten des neuen Sozialgesetzbuches II den Alleinerziehenden eine so genannte „häusliche Bindung“ unterstellt, die von einer Notwendigkeit einer Teilnahme am Arbeitsmarkt befreien sollte. Und auch danach wird den Fragen des Zugangs zum Arbeitsmarkt Alleinerziehender in ihrer Lebenssituation von Sozialämtern geringe Beachtung geschenkt; nach wie vor fehlt es an konkret auf die Problemkonstellation Alleinerziehender ausgerichtete Angebote: Es gilt zum einen die Kinderbetreuung flexibler zu gestalten. Zum anderen ist dem in vielen Fällen vorhandenen mangelnden Selbstvertrauen, bei fehlender oder niedrig beruflicher Qualifikation entgegenzuwirken. Hierfür ist es notwendig Ausbildungsformen wie eine betriebliche Teilzeitausbildung weiter zu entwickeln und zu fördern.

Bezugsmöglichkeit
Über das Bündnis für Familie, als Download und gedruckt, zu finden unter Materialien .

 
 
 

 

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